Mainz, 28.11.2017. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Rheinland-Pfalz ist über das gestrige Abstimmungsverhalten des Bundeslandwirtschaftsministers Schmidt schockiert. Ohne die deutsche Zustimmung, wäre die Zulassung des Pestizids Glyphosat gestern nicht zustande gekommen. In mehreren vorherigen Abstimmungen war dies deutlich geworden. „Es ist ein Unding, dass ein Minister im Alleingang über die Entwicklung der Landbewirtschaftung in der EU bestimmt“, stellt Holger Schindler, BUND Landesvorsitzender, fest. „Es gibt nicht nur deutliche Hinweise darauf, dass Glyphosat krebserregend ist. Es ist auch klar, dass Pestizide wie Glyphosat eine Wichtige Rolle beim dramatischen Artensterben in der Agrarlandschaft haben.“ Glyphosat als Totalherbizid töte alle Pflanzen ab. Dadurch gehe die Nahrung für Wildbienen und viele andere Insekten verloren, was wiederum zu einem Rückgang vieler Vogelarten und anderer Insektenfresser führe. „Wir brauchen eine Wende in der Landbewirtschaftung, wenn wir das Artensterben stoppen wollen“, ist Schindler sich sicher. „Das Verbot von Glyphosat wäre hierfür ein erster Schritt gewesen.“ Da diese Chance nun vertan sei, müsse die aktuelle und eine zukünftige Bundesregierung alles daran setzen, den Einsatz von Glyphosat und anderen Pestiziden stark zu reduzieren.

 

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Sabine Yacoub, 06131-62706-0 oder 0174-9971892

 


Sabine Yacoub
Landesgeschäftsführerin
BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland)
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Hindenburgplatz 3
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