Der langjährige Kampf des BUND für eine Grünbrücke über die A 61 hat sich gelohnt

Mainz, Schifferstadt. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Rheinland-Pfalz e.V. und die BUND-Kreisgruppe des Rhein-Pfalz-Kreises kämpfen seit Jahren gemeinsam mit anderen Naturschutzverbänden und der Jägerschaft für eine Grünbrücke über die A 61 bei Schifferstadt. Nun kam aus Berlin und Mainz die Nachricht, dass die Grünbrücke im Zuge des Autobahnbaues realisiert werden wird. „Der langjährige Kampf für eine Grünbrücke über die A 61 bei Schifferstadt hat sich gelohnt. Ein großes Lob für die Ausdauer an die BUND-Aktiven vor Ort und ihre Vorsitzende Doris Stubenrauch. Die Grünbrücke wird einen großen Beitrag für den Schutz der Wildkatze und anderer wandernder Tierarten leisten“, freut sich Dr. Holger Schindler, Stellvertretender Vorsitzender des BUND.

Die A 61 zerschneidet das große Waldgebiet zwischen Haßloch und Speyer, das ein Gebiet von europaweiter Bedeutung für viele Tierarten ist. Außerdem verhindert die Autobahn, dass sich Tierarten vom Pfälzerwald kommend über den Schifferstadter Wald Richtung Rheinauen ausbreiten können. Dieser Zerschneidungseffekt ist für etliche Tierarten, wie die Wildkatze dramatisch, da kein genetischer Austausch zwischen den getrennten Populationen stattfinden kann oder Gebiete, die für die Tiere als Lebensraum eigentlich geeignet wären, nicht erreicht werden können.

„Mit dem Ausbau der A 61 von 4 auf 6 Spuren wäre dieser Zerschneidungseffekt noch größer geworden“, stellen Dr. Rolf Götz, stellvertretender Vorsitzender des BUND Rhein-Pfalz-Kreis, und Gorch-Peter Nolte vom Jagdteam Schifferstadt fest. Sie sind froh darüber, dass das Bundesverkehrsministerium und das Land mit dem Bau der Grünbrücke ihre Verantwortung für gefährdete Tierarten ernst nehmen.

„Die Grünbrücke trägt nicht nur zur Lebensraumvernetzung vor Ort bei, sondern spielt darüber hinaus auch eine wichtige Rolle in der weiträumigen Vernetzung zum Beispiel vom Pfälzerwald über die Rheinauen zum Odenwald oder von den Rheinauen über den Pfälzerwald sowohl Richtung Hunsrück zur Eifel nach Luxemburg und Belgien als auch Richtung Vogesen und Schweiz“, erläutert Schindler.

Der BUND hatte sich gemeinsam mit anderen Naturschutzverbänden mit Stellungnahmen und Briefen sowie der Organisation einer Demo und einer Unterschriftensammlung für den Bau dieser Grünbrücke eingesetzt.

Für Rückfragen:

Dr. Rolf Götz, Stellvertretender Vorsitzender der BUND-Kreisgruppe Rhein-Pfalz-Kreis, 01577/633 7069
Dr. Holger Schindler, Stellvertretender Landesvorsitzender, 06306 701505
Sabine Yacoub, Landesgeschäftsführerin, 06131-62706-0 oder 0174-9971892