Presseinformation

21. August 2020

Mainzer Appell zur Krisenbewältigung

Erdüberlastungstag macht deutlich: Sozial-Ökologischer Wandel dringend erforderlich!

Mehr als 60 Verbände und Organisationen sowie zahlreiche Einzelpersonen haben mittlerweile den Mainzer Appell zur Krisenbewältigung unterzeichnet (siehe www.bund-rlp.de/mainzerappell). Ihr gemeinsames Anliegen: Beherzt alle Menschheitskrisen angehen. In Zeiten von Corona bedeutet das, aktuelle Stützungs- und Konjunkturmaßnahmen zur Bewältigung der Coronakrise so zu gestalten, dass sie zu einem wirksamen Klimaschutz, zu mehr biologischer Vielfalt, zur globalen Gerechtigkeit und zu einer zukunftssicheren Arbeitswelt und Wirtschaftsweise beitragen. 

Anlässlich des Erdüberlastungstags am 22. August 2020 macht das neue Netzwerk nochmals auf seine Anliegen aufmerksam. „Der Erdüberlastungstag macht uns deutlich, dass es kein Ziel sein kann, dass alles wieder so wird wie vor Corona“, betont Sabine Yacoub, Vorsitzende des BUND Rheinland-Pfalz. „Trotz des diesjährigen Lock-Downs in den meisten Ländern der Welt verbrauchen wir immer noch deutlich mehr Ressourcen, als uns dauerhaft zur Verfügung stehen. Das müssen wir ändern.“

„Die Erdüberlastungstage der einzelnen Länder verdeutlichen anschaulich die Ausbeutung unserer Ökosysteme und die enorme weltweite Ungerechtigkeit. Wir wollen nicht auf Pump und auch nicht auf Kosten anderer leben!“, ergänzt Karla Blöcher von den Naturfreunden Rheinland-Pfalz.

„Der Erdüberlastungstag verweist insbesondere auch darauf, dass der Planet Erde der gemeinsame globale Lebensraum ist, dessen Zukunft in Gefahr ist,“ verdeutlicht Ludwig Kuhn von der Diözesanstelle Weltkirche des Bistums Trier. Anstrengungen für die Erreichung der Klimaziele seine ein entscheidender Beitrag dafür. „Klimaziele müssen durch die Steuerung der aktuellen Konjunkturprogramme gestärkt werden.“

Dietmar Muscheid, Vorsitzender des DGB Rheinland-Pfalz / Saarland unterstütz: „Gegen die Klimakrise gibt es keinen Impfstoff. Der Klimaschutz ist die einzige Medizin, die unsere Lebensgrundlagen sichern kann. Wir sollten die Corona-Krise deshalb nutzen, um Investitionen zu tätigen, die dem Schutz des Klimas dienen. Es ist eine Frage der Gerechtigkeit, dass dieses Geld mit Blick auf die Lebensgrundlagen der kommenden Generationen ausgegeben wird. Um unseren Wohlstand zu sichern, braucht es zukunftsfähige Arbeitsplätze. Deshalb sollten möglichst viele der Technologien, die das Klima schützen, aus Deutschland kommen. Die Nachfrage nach diesen Technologien ist riesig und sie wächst mit jedem Jahr.“

Ein sozial-ökologischer Wandel sei erforderlich, um eine zukunftsfähige Gesellschaft zu gestalten. Viele der unterzeichnenden Organisationen des Mainzer Appells nutzen die kommenden Wochen und Monate, um Aspekte des notwendigen Wandels zu thematisieren. Den Start machen verschiedene Veranstaltungen am 22. August 2020. An diesem Tag sind einige der Organisationen auf der Meile der Nachhaltigkeit in Mainz (Link) vertreten. Am gleichen Tag und ebenfalls in Mainz wird in einer Kundgebung unter dem Motto „Wir haben es satt“ (Link) auf notwendige Reformen in der Agrarpolitik aufmerksam gemacht. Nur so könnten das Arten- und das Höfesterben gestoppt werden. Anlässlich der EU-Agrarministerkonferenz in Koblenz findet am 30.8.20 in Koblenz eine größere Demonstration zur Agrarwende statt (Link).

Folgende weitere Aktionswochen und -Tage werden von beteiligten Organisationen (mit-) veranstaltet bzw. unterstützt:

Stadtradeln in verschiedenen Orten, zum Beispiel (www.stadtradeln.de/kommunen):

  • 22.08. – 11.09.20 Neustadt/Weistr.
  • 02.09. – 22.09.20 Koblenz
  • 04.09. – 24.09.20 Speyer
  • 05.09. – 25.09.20 Mainz und Wörrstadt
  • 07.09. – 27.09.20 Ludwigshafen

Weitere Informationen

Den Mainzer Appell finden Sie hier: www.bund-rlp.de/mainzerappell

Meile der Nachhaltigkeit in Mainz: https://www.mainz.de/leben-und-arbeit/buerger-aktiv/agenda-21-sonnenmarkt.php

Kundgebung „Wir haben es satt“ in Mainz: https://www.bund-rlp.de/service/termine/detail/event/kundgebung-wir-haben-agrarindustrie-satt/

Demonstration zur Agrarwende in Koblenz: https://wir-haben-es-satt.de/informieren/fuer-die-europaeische-agrarwende/

Für Rückfragen:

Sabine Yacoub, BUND Rheinland-Pfalz 0174-99719892

Sabine Yacoub

Landesvorsitzende

BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland)

Landesgeschäftsstelle Rheinland-Pfalz

Hindenburgplatz 3

55118 Mainz


Mobil: 0174-9971892

Telefax: 06131 62706-66

sabine.yacoub@bund-rlp.de 

www.bund-rlp.de

www.facebook.com/BUND-Landesverband-Rheinland-Pfalz-166105763416648 

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