Unsere Verantwortung

„Wir haben die Erde nur geborgt von unseren Kindern, wir haben nur die Eine“.

Das Prinzip der Nachhaltigkeit

Der Begriff Nachhaltigkeit beschreibt ein Nutzungskonzept. Dessen Kern ist es, eine Ressource so zu nutzen, dass sie keinen bleibenden Schaden nimmt und auch künftigen Generationen in gleicher Weise zur Verfügung steht. Nachhaltigkeit bedeutet Maßhalten, Selbstdisziplin und Selbstbeschränkung. Nachhaltigkeit ist das Gegenkonzept zur rücksichtslosen Ausbeutung einer Ressource. (Quelle: Bundesministerium für Umwelt und Landwirtschaft).

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Wir sehen es als unsere Verantwortung an, Kinder und Erwachsene im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung im Bezug auf die Natur, sowie in Bezug auf Ihre Persönlichkeit zu fördern. Wir möchten Ihnen die Schönheit, Perfektheit und Verletzlichkeit unserer Mutter Natur näher bringen. Denn nur wenn wir einen emotionalen Bezug zur Natur haben, erkennen wir auch wie schützenswert und überlebensnotwendig sie für uns alle ist.

Förderung der sozialen Kompetenz, Selbstwirksamkeit, Übernahme von Verantwortung für sich selbst und die Gruppe, erfahrungs- und handlungsorientiertes Lernen, das alles sind wichtige Bausteine unserer Arbeit in und mit der Natur. Die Teilnehmer lernen die Natur bewusst wahrzunehmen, sie ganzheitlich und mit allen Sinnen wahrzunehmen, sich achtsam darin zu bewegen, Respekt vor ihr, den Pflanzen und Tieren zu haben und schonend mit ihr umzugehen. Die Aktivitäten in der Natur helfen, die Kräfte und Ressourcen des eigenen Körpers zu entdecken und Vertrauen in die persönliche Leistungsfähigkeit zu entwickeln.

Daher ist es uns wichtig, die Menschen wieder rauszulocken in die Natur um damit unseren Beitrag zu leisten, damit unser wunderschöner Planet Erde mit seiner Artenvielfalt und Schönheit als Grundlage unseres Lebens erhalten bleibt. Das ist eine Aufgabe, die uns täglich aufs Neue motiviert.

Weiterhin möchten wir dazu beitragen der fortschreitenden Naturentfremdung entgegen zu wirken. Natur ist ein Teil von uns und wir sind Teil der Natur.

 

Tierschutz ist uns wichtig!

Unser Verständnis von Tierschutz zielt darauf ab, das einzelne Tier und seine Unversehrtheit zu schützen. Wir haben im ganzheitlichen Sinne Ehrfurcht vor jeglichem Leben – auch dem der Tiere und Pflanzen.

Es kommen immer wieder Gäste zu uns, die erwarten dass bei uns ein Rind oder Hase geschlachtet wird, die vielleicht den „Kick“ des Tötens suchen. Genau das wollen wir nicht, den Menschen einen Kick durch das Töten eines Tieres verschaffen. Wir bieten zwar Essen mit Fleischbeilage an, aber den Akt des Tiere tötens als Spaßfaktor, als Highlight haben wir in unseren Programmen nicht vorgesehen. Töten ist ein Akt der aus einer NOTwendigkeit geschehen sollte und mit Ehrfurcht vor dem Leben des Tieres, nicht aus Spaß. Diese Notwendigkeit sehen wir nicht, wenn man in einer Metzgerei gutes Fleisch einkaufen kann.

Deshalb werden in unseren Wildlife-Erfahrungen weder Tiere beunruhigt, gejagt oder getötet!

 

Gewährleistung, Haftung  und Versicherung

Bei allen Veranstaltungen die von den Naturcamps Hunsrück veranstaltet werden, sind die Leiter dazu angehalten besondere Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten um die Gefahr von Verletzungen und Unfällen zu minimieren.

Da unsere Veranstaltungen im Freien, in der Natur stattfinden, behalten wir uns ausdrücklich vor, Veranstaltungen und auch deren Inhalte aus organisatorischen oder technischen Gründen durch den Einfluss besonderer Umstände, bei Sicherheitsrisiken oder durch höhere Gewalt im Vorfeld, wie auch während der Durchführung ändern oder absagen zu können.

Naturcamps Hunsrück  weist ausdrücklich darauf hin, dass für die Kursteilnehmer keine Unfallversicherung besteht. Der Abschluss einer Unfall- oder Haftpflichtversicherung ist Sache der Teilnehmer. Für Schäden an der Gesundheit der Teilnehmer haftet dessen Krankenversicherung. Für Schäden jeglicher Art übernehmen der Veranstalter und die Kursleiter keinerlei Haftung, wir haften auch nicht für verlorene oder gestohlene Wertgegenstände oder für Personen- und Sachschäden, welche die Teilnehmenden selbst verschulden.

Bei der Teilnahme von Minderjährigen ohne Erziehungsberechtigte verpflichten sich die Erziehungsberechtigten, das Kind nach Ende der Veranstaltung abzuholen oder durch eine vorher benannte Ersatzperson abholen zu lassen. Eine Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten ist auszufüllen und Naturcamps Hunsrück vor der Veranstaltung zu übergeben.

Unsere Trainer sind jederzeit weisungsbefugt und dürfen bei Gefahr für Leib und Leben jederzeit die Veranstaltung abbrechen. Nötige Sicherheitsvorkehrungen werden getroffen.  Die Teilnehmer sind verpflichtet, den Sicherheitsanweisungen der Trainer/der Leitung Folge zu leisten.

Schwangeren ist es nicht zu empfehlen, an Kletterübungen teilzunehmen. Handlungen gegen die Sicherheitsanweisungen erfolgen auf eigene Gefahr. Es handelt sich um eine eigenverantwortliche Selbstgefährdung. Naturcamps Hunsrück haften nicht für Schäden, die den Teilnehmern entstehen, es sei denn es liegt in der Sphäre der Naturcamps Hunsrück vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verhalten vor. Entstandene Schäden sind seitens des Teilnehmers unverzüglich mitzuteilen.

 

Kleine und größere Notfälle

Obwohl unsere Trainer sehr gut ausgebildet sind und sehr umsichtig handeln, kann dennoch einmal etwas passieren. Dann versorgen wir Wunden und Verletzungen nach dem aktuellen Standard im Rahmen der Ersten Hilfe.

Sollten Sie als Personensorgeberechtigte für Ihr Kind diesbezüglich besondere Wünsche haben (z. B. generell zunächst Kontaktaufnahme mit Ihnen, genereller Verzicht auf Desinfektionsmittel etc.), so sprechen Sie uns bitte darauf an und informieren Sie uns entsprechend.

Bei Verletzungen und Krankheitsfällen, die nicht mehr in den Rahmen der Ersten Hilfe fallen, kontaktieren wir generell die Personensorgeberechtigten oder angegebene Kontaktpersonen. Sollten wir diese nicht in einem angemessenen Zeitraum erreichen, bestellen wir einen Krankentransport, der das Kind zum nächstgelegenen Arzt bringt.

 

Fuchsbandwurm (Alveoläre Echinokokkose)

Auch wenn sich die Gerüchte hartnäckig halten: Für keinen einzigen der ohnehin sehr seltenen Fälle von alveolärer Echinokokkose beim Menschen konnte ein Zusammenhang mit dem Verzehr roher  Wildpflanzen wie Beeren oder Kräutern nachgewiesen werden. Als Hauptansteckungswege wurden vielmehr der Kontakt zu Mäuse fressenden Haustieren sowie die Arbeit in Landwirtschaft und Waldbau identifiziert. Zudem müssen die Eier wiederholt aufgenommen werden, damit eine Infektion begünstigt wird.

Wir empfehlen unseren Teilnehmenden zwar, keine Pflanzen in der Nähe eines Fuchsbaus zu sammeln und sich vom Kot des Fuchses fernzuhalten, vom Verzehr roher Wildpflanzen generell raten wir ihnen jedoch nicht ab. Falls Sie nicht möchten, dass Ihr Kind rohe Wildpflanzen verzehrt, sprechen Sie bitte mit ihm und instruieren Sie es entsprechend!

Zur weiteren Information möchten wir auf die Web-Seiten des Robert-Koch-Institutes verweisen,

https://www.rki.de/cln_100/nn_196658/DE/Content/InfAZ/E/Echinokokkose/Echinokokkose.html?__nnn=true

sowie auf die Seiten des Instituts für Hygiene und Mikrobiologie der Universität Würzburg:

https://www.hygiene.uni-wuerzburg.de/forschung/ag_brehm/prof_dr_klaus_brehm/

 

FSME und Borreliose

Zecken können die Krankheiten FSME und Borreliose übertragen. Das Risiko, sich mit FSME zu infizieren, ist in unterschiedlichen Gebieten unterschiedlich hoch, generell jedoch gering. Dennoch besteht immer ein gewisses Restrisiko und die Krankheit ist bei Ausbruch nicht ursächlich therapierbar.

Es gibt jedoch eine Schutzimpfung, die von der Krankenkasse bezahlt wird.

Die Gefahr einer Infektion mit Borreliose ist weitaus höher, allerdings ist die Krankheit bei rechtzeitigem Erkennen gut therapierbar. Das regelmäßige Absuchen des Körpers und die schnelle Entfernung einer Zecke senken das Risiko deutlich. Da die Entfernung von Zecken eine medizinische Handlung ist, benötigen wir dazu allerdings Ihre schriftliche Erlaubnis. Wir entfernen dann die Zecke mit einer Zeckenpinzette.

Kinder mit festsitzenden Zecken, die wir nicht selbst entfernen dürfen, geben wir in ärztliche Behandlung. Sollten wir Sie oder die von Ihnen benannte Kontaktperson deshalb nicht in einem angemessenen Zeitraum erreichen, bestellen wir einen Krankentransport, der Ihr Kind zum nächstgelegenen Arzt bringt. 

 

Fotos und Berichterstattung

Es ist unseren Teilnehmenden, nach Rücksprache und Zustimmung der weiteren Teilnehmenden, natürlich gestattet während unserer Veranstaltungen selbst Fotos zu machen. Die Naturcamps Hunsrück distanzieren sich jedoch ausdrücklich von Veröffentlichungen dieser Fotos oder sonstiger medialer Aufnahmen in jedweder Form durch die Teilnehmenden oder Dritte und übernehmen für derartige Veröffentlichungen sowie deren rechtliche Konsequenzen keinerlei Verantwortung oder Haftung.

Für die eigene Berichterstattung kann es sein, dass die Naturcamps Hunsrück selbst Fotos machen oder Videosequenzen aufnehmen und diese auf den Internetseiten der Naturcamps oder sonstigen sozialen Medien veröffentlicht werden. Dabei achten wir in einem ganz besonderen Maße auf die Qualität unserer Fotos und Videoaufnahmen. Natürlich werden wir nur Fotos und Videoclips veröffentlichen, sofern uns Ihre schriftliche Genehmigung vorliegt.