War sie Anfang des 20. Jahrhunderts fast ausgestorben, gibt es heute geschätzt wieder 6000-8000 Wildkatzen in Deutschland. In Rheinland-Pfalz durchstreift ein großer Teil dieser Population die Wälder. Aus diesem Grund trägt Rheinland-Pfalz eine besondere Verantwortung für den Erhalt der „kleinen Tiger Deutschlands“. Heute ist die Wildkatze aufgrund der Zerschneidung ihrer Lebensräume durch ein dichtes Verkehrsnetz und Siedlungen bedroht.

 

Forschung in Rheinland-Pfalz

Seit 2018 führt der BUND Rheinland-Pfalz ein landesweites Totfundmonitoring durch, um Grundlagendaten zu den scheuen Jägern zu sammeln. Gefährdungen, wie zum Beispiel Unfallschwerpunkte, sollen identifiziert und entschärft werden. Das Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz fördert das Monitoring, die fachliche Leitung liegt beim Landesamt für Umwelt. Ziel ist es, ein landesweit standardisiertes Totfundmonitoring zu etablieren.

Tot aufgefundene vermeintliche Wildkatzen können beim BUND und über die Meldeplattform wildkatzenfund@wildkatze-rlp.de gemeldet werden. Unter Einhaltung der artenschutz- und jagdrechtlichen Regelungen werden die Totfunde von Freiwilligen geborgen und an eine der landesweit eingerichteten Sammelstellen gebracht. Von hier aus werden die Tiere an wissenschaftliche Einrichtungen weitergeleitet, die umfangreiche Untersuchungen durchführen.

 

Projekt liefert Daten

Auf diese Weise konnten bereits über 200 tote Katzen geborgen und etwa 100 Katzen untersucht werden. Unter den untersuchten Totfunden waren bisher nur drei Hauskatzen. Die restlichen Tiere konnten als Wildkatzen identifiziert werden; keines der Tiere war ein Mischling zwischen Wild- und Hauskatze. Ein Großteil der tot aufgefundenen Wildkatzen ist im Straßenverkehr verunfallt. Die meisten Verkehrsopfer wurden bisher in der Pfalz gefunden. In einzelnen verunfallten Wildkatzen konnten verschiedenen Rodentizide zur Bekämpfung von Nagetieren nachgewiesen werden.

 

Möglichkeiten zur Unterstützung

Aktuell werden die Untersuchungen der bisher gefundenen Wildkatzen fortgeführt und es werden gerne weitere Meldungen angenommen.

Als Citizen Science-Projekt lebt das Wildkatzen-Totfundmonitoring vom Engagement der Öffentlichkeit. Das Projektteam freut sich über weitere fachkundige Helfer*innen, die sich aktiv für die Erforschung und den Schutz der Wildkatze einsetzen möchten.

Möchten Sie Teil des Sammelnetzwerks werden? Melden Sie sich bei uns!

 

 

Infos zum Projekt:

www.wildkatze-rlp.de

 

Meldeplattform:

wildkatzenfund@wildkatze-rlp.de

 

Pressefotos:

Foto 1: Wildkatzen-Unfallopfer © Ines Leonhardt

Foto 2: Wildkatzen-Untersuchung © Ines Leonhardt

weitere Fotos unter: www.bund.net/wildkatzenfotos, © siehe Fotobeschreibung

 

Ansprechpartnerinnen Wildkatzen-Totfundmonitoring Rheinland-Pfalz:

Ines Leonhardt, Projektleitung Wildkatze und Gartenschläfer, BUND Rheinland-Pfalz, 06131 – 62706 – 32, Ines.Leonhardt@bund-rlp.de
Mira Stockmann, Naturschutzreferat, BUND Rheinland-Pfalz, Tel. 06131 – 62706 – 23, Mira.Stockmann@bund-rlp.de

 

 

Sabine Yacoub

Landesvorsitzende

BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland)

Landesgeschäftsstelle Rheinland-Pfalz

Hindenburgplatz 3

55118 Mainz

 

Telefon: 06131-62706-34
Mobil: 0174-9971892

Telefax: 06131 62706-66

 

sabine.yacoub@bund-rlp.de

www.bund-rlp.de

www.facebook.com/BUND-Landesverband-Rheinland-Pfalz-166105763416648

 

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